
WierPro: Hülsenfrüchte aus Wiernsheim für die Region
Die Verantwortlichen der Wiernsheimer Bio-Proteinwerkstatt („WierPro“) wollen den Anbau von Hülsenfrüchten fördern und die daraus entstehenden Ernten zu verzehrfertigen Produkten verarbeiten. Diese sollen Privathaushalten und insbesondere Kantinen angeboten werden. Konkret soll eine Verarbeitungs- und Bildungsstätte für proteinreiche Pflanzen wie Kichererbsen, Bohnen und Linsen aufgebaut werden.
„WierPro“ wird durch BULEplus, dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung, gefördert. Träger des Projekts ist die Gemeinde Wiernsheim.
Der Projektzeitraum erstreckt sich von März 2026 bis Ende Februar 2028.
Vor Ort in Iptingen
Projektleiterin Sandra Schmidt, Küchenleiterin Miriam Knapp sowie die Küchenhelfer*innen Albrecht Fleischer und Pitsini Nieradzik nutzen die Küche der Kreuzbachhalle in Iptingen.
Neben der Herstellung verzehrfertiger Produkte aus Hülsenfrüchten und der Entwicklung neuer Produkte wie Backmischungen und Snacks möchte das Team Bürgerinnen und Bürgern Einblicke in seine Arbeit geben. So gibt es mehrmals im Jahr Koch-Workshops und auch eine Felderrundfahrt wurde im Sommer 2026 angeboten.
Die nächsten Termine
30. September 2026: Teilnahme am landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart
18. Oktober 2026: Teilnahme am Tag der offenen Tür der Ölmühle Krauth in Illingen
Kontakt
Rückfragen zu WierPro beantwortet Projektleiterin Sandra Schmidt per E-Mail an sandra.schmidt(@)wiernsheim.de oder telefonisch unter Mobiltelefon: 01781571255.
Mehr Informationen sowie regelmäßige Einblicke gibt es auf Instagram: @wierpro_werkstatt.
Landwirte stärken: Neue Kulturen für die Felder
Die heißen Sommer mit wenig Niederschlag zeigen: Auf den Feldern gewinnen Kulturen an Bedeutung, die besser mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Bohnen und Linsen bieten hier neue Möglichkeiten für die Landwirtschaft.
Für Verbraucherinnen und Verbraucher sind getrocknete Hülsenfrüchte allerdings oft mit längeren Vorbereitungs- und Kochzeiten verbunden. Genau hier setzt WierPro an: Die regional angebauten Hülsenfrüchte sollen verarbeitet und verzehrfertig angeboten werden – in Bioqualität und mit kurzen Fahrtwegen.
Neben Privathaushalten sollen insbesondere Großküchen beliefert werden. So möchte WierPro dazu beitragen, regionale Hülsenfrüchte vom Feld auf den Teller zu bringen.

Historie
Die folgende Chronologie zeigt in Auszügen die wichtigsten Schritte:
- Mitte Dezember 2024:
Erstes Gespräch zwischen Bioland-Landwirt Frank Bäuerle (Sonnenhaldenhof Iptingen) und Wiernsheims Bürgermeister Matthias Enz.
- 7. Januar 2025:
Die Gemeinde Wiernsheim reicht eine Projektskizze mit der Mönsheimer Mühle als Kooperationspartner ein, um die Fördermöglichkeiten durch Bundesmittel auszuloten.
- 22. Juli 2025:
Die Gemeinde Wiernsheim wird offiziell aufgefordert, einen Antrag für das Vorhaben „WierPro – Die Bio-Protein-Werkstatt in Wiernsheim“ im Rahmen der Fördermaßnahme „RegioKost - Aufbau von Verarbeitungsstrukturen für regionale Lebensmittel“ des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung (BULEplus) einzureichen.
- 23. Juli 2025:
Die Mitglieder des Gemeinderats stimmen mit großer Mehrheit dafür, das Projekt umzusetzen.
- 11. November 2025:
Die Gemeinde Wiernsheim reicht den Projektantrag ein.
- 26. Februar 2026:
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) bewilligt Fördermittel in Höhe von rund 230.000 Euro für das Projekt WierPro. Die Gemeinde Wiernsheim beteiligt sich mit bis zu 20 Prozent jährlich.
- 1. März 2026:
Der Förderzeitraum beginnt und erstreckt sich bis Februar 2028.
- Frühsommer 2026:
Projektleiterin Sandra Schmidt nimmt ihre Arbeit auf. Sie erhält ab dem Sommer Unterstützung von Miriam Knapp (Küchenleiterin), Pitsini Nieradzik (Küchenhelferin) und Albrecht Fleischer (Küchenhelfer).
- 18. Juni 2026:
Bei einer Auftaktveranstaltung in der Kreuzbachhalle in Iptingen wird „WierPro“ für das Fachpublikum sowie interessierte Wiernsheimerinnen und Wiernsheimer vorgestellt
- Sommer 2026:
Mit einer Felderrundfahrt und einem Kochworkshop finden die ersten öffentlichen Veranstaltungen statt. Parallel dazu beginnt die Produktentwicklung.









