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Gemeindewald.

Nachhaltiger Energielieferant und Naherholungsgebiet.

Der Wald erfüllt vielfältige Funktionen und ist sowohl im Sommer als Schattenspender als auch im Winter als Rohstoffexporteur ein wichtiger Partner für Gemeinde und Bevölkerung.

Bild vom Wald mit Holzstämmen

Allgemeines zum Gemeindewald

Der Gemeindewald von Wiernsheim hat eine Waldfläche von 630 ha (25 % der Gemarkung). Er umfasst die Waldungen auf den Gemarkungen von Wiernsheim, Iptingen, Serres und Pinache. Auf gut mit Nährstoffen und Wasser versorgten Waldböden wachsen vor allem artenreiche Laubmischwälder.

Nachhaltige, pflegliche und naturnahe Bewirtschaftung prägen seinen Charakter. Neben der Produktion des umweltfreundlichen Rohstoffes Holz erfüllt der Gemeindewald folgende besondere Waldfunktionen:

  • Wasserschutzwald
  • Wasserschutzgebiet
  • Immissionsschutzwald
  • Straßenschutzwald
  • Landschaftsschutzgebiet

Ganz wichtig für die Bevölkerung von Wiernsheim ist seine Erholungsfunktion. Fahrradfahren, Joggen, Walken, Reiten, Wandern und Entspannen macht Jung und Alt gleichermaßen viel Spaß und Freude in ihrem Wiernsheimer Wald.

Brennholz

Alljährlich finden im Frühjahr die Brennholz- und Flächenlosverkäufe in Wiernsheim und in Iptingen statt. Hier kann sich die Bevölkerung mit Brennholz lang, das sind ganze Stämme, die am festen Waldweg gelagert sind, oder mit Flächenlosen (Äste und Gipfel von eingeschlagenem Holz) versorgen.

In Iptingen hat diese Verkaufsform lange Tradition und wird zünftig als Waldfest mit Lagerfeuer durchgeführt.

Dürreschäden im Wiernsheimer Gemeindewald in 2020

Aktuelle Lage im Gemeindewald Wiernsheim im Spätsommer 2020

Drei Jahre hintereinander Trockenheit, Hitze, massive Sonneneinstrahlung und austrocknender Wind
haben im Gemeindewald Wiernsheim zu besorgniserregenden Waldschäden geführt.

Betroffen sind v. a. Buchen, Fichten, Tannen und Kiefern.
Nachdem im letzten Jahr überwiegend der Distrikt Schinderhau im Ortsteil Wiernsheim betroffen
war, zeigen sich die Dürreschäden seit Anfang August im gesamten Wald der Gemeinde.
Bei einer Drohnenbefliegung am 12. September 2020 durch Kay Bäumges aus Wiernsheim wurde das
Ausmaß der Schäden deutlich.

Eine allgemeine Schwächung der Waldbestände ist zu beobachten.
Durch massive Sonneneinstrahlung und fehlende Niederschläge trocknen die Böden aus und
die Wasserversorgung reicht nicht mehr bis zu den obersten Kronenteilen.
Der vorzeitige Laubfall ab Anfang August und die dadurch fehlende Beschattung lässt die
Rinde an den Zweigen und Stammteilen aufplatzen (Sonnenbrand).
Absterbeerscheinungen im Kronenbereich sind die Folge.
Manche Waldbestände lösen sich langsam auf.

Die Trockenschäden an Buche sind in allen Altersklassen sichtbar. Am stärksten betroffen
sind jedoch aufgelichtete Altbestände.
Schädlinge wie z.B. Borkenkäfer bringen geschwächte Fichten, Tannen und Kiefern zum
Absterben.

Bildergalerie Trockenheit Gemeindewald 2020

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